FAQ
Häufig gestellte Fragen & Antworten
Was ist SafeSpace@Work?
SafeSpace@Work ist ein Experimentierraum-Projekt der Förderlinie “Diversität” der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), das Organisationen dabei unterstützt,, psychologische Sicherheit und gute Arbeitsbedingungen in interaktionsintensiven Tätigkeiten zu stärken, besonders für marginalisierte Beschäftigtengruppen wie Frauen, ältere Personen und Personen mit internationaler Geschichte.
Welche Ziele verfolgt SafeSpace@Work?
Das Projekt möchte psychologische Sicherheit stärken, Belastungen in Interaktionsarbeit reduzieren, Resilienz fördern, Diskriminierungsrisiken verringern und Organisationen unterstützen, nachhaltige Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen umzusetzen.
Worin besteht der „Experimentierraum“-Ansatz?
Als INQA‑Experimentierraum erprobt SafeSpace@Work neue Methoden und Ideen direkt mit den beteiligten Praxispartner*innen. Die Ansätze werden iterativ getestet, bewertet und weiterentwickelt, praxisnah und übertragbar.
Wie lange läuft das Projekt?
SafeSpace@Work läuft über den Förderzeitraum der INQA‑Experimentierräume von Dezember 2025 bis November 2027.
Wer kann teilnehmen?
Die projektbezogenen Angebote und Maßnahmen richten sich in erster Linie an die beteiligten Projektpartner*innen. Wenn Sie darüber hinaus Interesse an einer Mitwirkung haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht – gerne prüfen wir gemeinsam mögliche Anknüpfungspunkte.
Für externe Interessierte öffnen wir ausgewählte Formate, wie zum Beispiel das Abschlussevent oder einzelne thematische Angebote. Über solche offenen Termine informieren wir rechtzeitig auf der Website.
Wer organisiert SafeSpace@Work?
SafeSpace@Work wird von einem Projektverbund aus Wissenschafts‑, Transfer‑ und Praxispartner*innen gestaltet. Dazu gehören unter anderem:
- BIT e.V. – Co-Projektleitung
- Das Demographie Netzwerk (ddn) – Co-Projektleitung
- Universität Hohenheim – Wissenschaftlicher Partner
- Praxispartner*innen aus verschiedenen interaktionsintensiven Branchen
- Transferpartner*innen aus verschiedenen Regionen
Der Verbund arbeitet gemeinsam daran, praxisnahe, übertragbare Ansätze für psychologische Sicherheit in der Interaktionsarbeit zu entwickeln.
Welche Rolle spielen die Praxispartner*innen?
Die Projektpartner*innen bringen ihre Praxiserfahrungen ein, testen Methoden, geben Rückmeldungen, beteiligen sich an Workshops und gestalten die Weiterentwicklung der Ansätze aktiv mit.
Welche Branchen profitieren von SafeSpace@Work?
SafeSpace@Work richtet sich v. a. an branchenübergreifende interaktionsintensive Berufsfelder wie ÖPNV, Pflege, Banken, Handel, Gastronomie oder Agenturen – überall dort, wo Interaktionsarbeit zentral ist.
Werden Ergebnisse veröffentlicht?
Ja. Erkenntnisse, Methoden und Empfehlungen werden zum Projektabschluss sowie ggf. in Zwischenberichten, Veranstaltungen oder Good‑Practice‑Formaten öffentlich zugänglich gemacht.
Gibt es offene Veranstaltungen?
Ja, voraussichtlich zum Projektabschluss sowie ggf. zu ausgewählten Themen. Aktuelle Informationen stellen wir rechtzeitig auf der Website bereit.
An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
Bei Fragen zum Projekt oder zu zukünftigen offenen Angeboten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Nutzen Sie dafür einfach unser Kontaktformular – wir melden uns so schnell wie möglich zurück.
Was ist Interaktionsarbeit?
Interaktionsarbeit beschreibt Tätigkeiten, bei denen Beschäftigte intensiv mit Kund*innen, Patient*innen, Fahrgäst*innen oder anderen Menschen in Kontakt stehen. Diese Arbeit erfordert nicht nur fachliches Können, sondern auch kommunikative, emotionale und soziale Kompetenzen, etwa empathisches Zuhören, Konfliktlösung oder das Herstellen einer angenehmen Gesprächsatmosphäre. Sie ist in vielen Dienstleistungsbranchen zentral und oft mit besonderen Belastungen verbunden.
Warum ist Interaktionsarbeit besonders belastend?
Interaktionsarbeit findet unter hoher emotionaler und sozialer Beanspruchung statt. Beschäftigte müssen oft gleichzeitig freundlich, geduldig und lösungsorientiert handeln – auch in Stress-, Konflikt- oder Grenzsituationen. Diese Anforderungen erhöhen das Risiko für Erschöpfung, emotionalen Stress und Rollenbelastungen.
Was sind typische Belastungen in interaktionsintensiven Berufen?
Typische Belastungen sind u. a. Zeitdruck, hohe Kund*innenfrequenz, Konfliktsituationen, emotionale Arbeit, Umgang mit Beschwerdefällen, körperliche Beanspruchung oder die Erwartung ständiger Freundlichkeit. Auch Diskriminierungserfahrungen können auftreten – insbesondere bei marginalisierten Gruppen.
Was ist psychologische Sicherheit?
Psychologische Sicherheit bedeutet, dass Menschen in Teams offen sprechen können, ohne Angst vor negativen Konsequenzen. Dazu gehört, Fragen stellen zu dürfen, Fehler zuzugeben, Ideen einzubringen oder Unsicherheiten zu äußern. Ein hohes Maß an psychologischer Sicherheit fördert Zusammenarbeit, Lernen und Wohlbefinden und trägt dazu bei, dass Teams auch in herausfordernden Situationen gut handlungsfähig bleiben.
Warum ist psychologische Sicherheit wichtig?
Psychologische Sicherheit verbessert die Zusammenarbeit, stärkt Vertrauen, fördert Innovation und reduziert Fehlbelastungen. Teams mit hoher psychologischer Sicherheit können Herausforderungen besser bewältigen und unterstützen sich gegenseitig.
Was sind vulnerable oder marginalisierte Gruppen?
Vulnerable oder marginalisierte Gruppen sind Personen, die aufgrund bestimmter Merkmale, etwa Alter, Herkunft, Geschlecht, körperlicher Einschränkungen, sozialer Lage oder anderer Faktoren, ein erhöhtes Risiko für Benachteiligung, Belastung oder Ausschluss erleben können. Im Kontext von Interaktionsarbeit umfasst das z. B. Beschäftigte, die häufiger diskriminierenden Situationen ausgesetzt sind oder weniger Zugang zu Unterstützung haben.