Projektpartner*innen

Die SafeSpace@Work-Projektpartner*innen stellen sich vor

Praxispartner*innen

BECKDESIGN GmbH

Branche

Design- und Kommunikationsagentur

Teamgröße

25

Die BECKDESIGN GmbH ist eine Full-Service-Design- und Kommunikationsagentur mit Sitz in Bochum. Seit über 30 Jahren unterstützen wir Unternehmen, Institutionen und öffentliche Auftraggeber mit kreativen, funktionalen und nachhaltigen Lösungen in den Bereichen Branding, Corporate Design, digitale Kommunikation, Ausstellungs- und Messegestaltung sowie 3D-Visualisierung.

Als Gestaltungs- und Visualisierungspartner arbeiten wir eng und dialogorientiert mit unseren Kund*innen zusammen.

Typische Interaktionssituationen sind:

  • die Beratung zu komplexen Projekten und kreativen Konzepten
  • Preis- und Budgetverhandlungen
  • Abstimmungen und Korrekturbesprechungen im laufenden Projektprozess

 

Diese Situationen sind fachlich anspruchsvoll und gleichzeitig oft mit Erwartungsdruck, Zeitdruck und wirtschaftlichen Interessen verbunden. Eine klare, wertschätzende und professionelle Kommunikation ist dabei entscheidend.

Wir beteiligen uns an SafeSpace@Work, um die Handlungssicherheit unserer Mitarbeitenden im täglichen Kundenkontakt gezielt zu stärken.
Gerade in herausfordernden Gesprächssituationen, etwa bei Preisverhandlungen oder kritischem Feedback, ist es wichtig, souverän, konstruktiv und psychologisch sicher agieren zu können. Unser Ziel ist es, Mitarbeitende darin zu unterstützen, auch unter Druck professionell zu bleiben, persönliche Grenzen zu wahren und Konflikte frühzeitig zu deeskalieren.
Mit unserer Beteiligung unterstreichen wir unser Engagement für respektvolle Zusammenarbeit, diskriminierungsfreie Strukturen und eine Unternehmenskultur, in der Menschen sicher und wertschätzend arbeiten können.

Wir möchten Strategien entwickeln und erproben, die Mitarbeitenden helfen, in anspruchsvollen Verhandlungs- und Konfliktsituationen ruhig, strukturiert und lösungsorientiert zu bleiben. Dazu gehören Techniken zur Selbstregulation, klare Kommunikationsleitlinien sowie der konstruktive Umgang mit Druck und Kritik.
Neben der Stärkung in akuten Interaktionssituationen ist uns auch die Regeneration wichtig. Wir prüfen, wie Erholungsräume physisch und organisatorisch gestaltet werden können, um Belastungsspitzen auszugleichen und nachhaltige Arbeitsfähigkeit zu sichern.

Die Frage „Können wir das noch minimal anpassen?“ gehört zu den meistgehörten Sätzen in unserer Kundenkommunikation.

Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn Aktiengesellschaft

Branche

kommunaler Nahverkehr

Teamgröße

2.486

Die BOGESTRA bringt Menschen in verschiedenen Städten im mittleren Ruhrgebiet an ihr Ziel. Die meisten unserer rund 380.000 täglichen Interaktionen mit unseren Fahrgäst*innen verlaufen regulär, gut und unauffällig. Herausfordernd kann es werden, wenn – oft ohne unser Zutun – etwas Ungeplantes eintritt wie z.B. eine technische Störung oder eine längere Verspätung.

Ein Verkehrsunfall oder volle Straßen vor unserem Bus sorgen für eine massive Verspätung. Mehrere Kund*innen – alle unter Zeitdruck – warten ungeduldig an der Haltestelle, bis das Fahrzeug endlich um die Ecke biegt. Danach wird auch noch ein Ticket kontrolliert. Mit dem oft lautstark geäußerten Unmut gilt es professionell umzugehen.

Unsere Kolleg*innen aus Fahrdienst, mobiler Kund*innenbetreuung und in den KundenCentern erleben tagtäglich (und zum Teil rund um die Uhr) herausfordernde Interaktionen mit Kund*innen aus allen möglichen demografischen Gruppen. Wir möchten uns wissenschaftlich begleitet mit Möglichkeiten der Unterstützung auseinandersetzen, damit sie souverän, aber auch emotional gestärkt mit diesen Situationen umgehen können.

Die Identifikation passgenauer neuer Instrumente, um unsere Kolleg*innen in herausfordernden Interaktionen mit einer zunehmend vielfältigen Kundschaft zu stärken und die Überprüfung bestehender Instrumente auf ihre tatsächliche Wirksamkeit für die Mitarbeitenden: Machen wir das, was wir schon tun, richtig?

Eigentlich fahren wir Menschen an ihr Ziel. In 2023 machte sich allerdings eine unbegleitete Henne in der Linie 309 auf den Weg von Witten-Heven nach Langendreer – unerkannt und definitiv ohne Ticket im Federkleid.

Bremische Volksbank Weser-Wümme eG

Branche

Bank / Finanzdienstleistung

Teamgröße

Ca. 245 Mitarbeitende

Als Genossenschaftsbank sind wir lokal verankert, überregional vernetzt, unseren Mitgliedern verpflichtet, demokratisch organisiert und an genossenschaftlichen Werten orientiert. Wir nutzen die Stärke unserer Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken und setzen auf die Kenntnisse und Erfahrungen unserer Spezialistinnen und Spezialisten. Damit wir das Beste für die Wünsche und Ziele unserer Mitglieder und Kund*innen geben können.

Unsere Mitarbeitenden sind erste Ansprechpartner*innen für die Finanzthemen unserer Kund*innen in unseren Geschäftsstellen, sie betreuen aktiv die Anliegen unserer Mitglieder und Kund*innen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit wickeln die Mitarbeitenden sämtliche Serviceleistungen im Bar- und Unbarverkehr sowie im Dienstleistungsgeschäft ab. Im persönlichen Kund*innenkontakt geben sie Erläuterungen zu den Nutzungsmöglichkeiten von Konten, Kreditkarten sowie des Online-Bankings.

Unsere Mitarbeitenden erleben regelmäßig schöne Situationen im Kundenkontakt, oftmals betreuen sie Familien über Generationen hinweg. Gleichzeitig wird auch die Interaktion in der sich wandelnden Bankenwelt immer anspruchsvoller. Fehlendes Verständnis für neue modernere Technik sowie Ärger, Zeitdruck und der hohe Serviceanspruch an die Hausbank verstärken dies emotionale Belastung der Mitarbeitenden.

Wir wollen den Mitarbeitenden helfen, mit diesem Wandel und den daraus entstehenden Kund*innenkontakten professionell umgehen zu können und gestärkt den Arbeitsalltag zu durchleben.

Die Mitarbeitenden befähigen in schwierigen Kund*innensituationen professionell zu agieren, deeskalieren und klar zu kommunizieren. Die Führungskräfte befähigen belastenden Teamdynamiken offen und professionell zu begegnen.

“Früher war alles besser.”

“…dann wechsle ich halt zur anderen Bank!”

“Nur neue (junge) Leute…die haben ja eh keine Ahnung!”

Mandragora GmbH

Branche

Gastronomie

Teamgröße

16-30

Das Mandragora ist die älteste Gastronomie im Bochumer Bermuda3Eck und als älteste Galetterie/Crêperie Deutschlands bekannt. Zusätzlich zu unserem Speisenangebot (deutsche und französische Küche) ist das Mandragora ein Treffpunkt für alle Altersgruppen und bietet zusätzlich zum Alltagsgeschäft ein umfangreiches Kulturangebot.

Als Teil des Bochumer Ausgehviertels muss jede*r Mitarbeitende beim Kontakt mit Gästen immer wieder aufs Neue einschätzen, mit welchem Typ Gast die Servicekraft konfrontiert sein wird. Der steigende Alkoholpegel der Gäste, besonders am Wochenende, benötigt ein besonderes Feingefühl für die allgemeine Stimmung und für den Charakter der Gästegruppe. Darüber hinaus ist das Wahren von Distanz im Zusammenspiel mit der in der Gastronomie notwendigen Freundlichkeit bei „schwierigen“ Charakteren eine Herausforderung.

Wir versprechen uns von der Teilnahme am Projekt, dass die psychische Belastung, die Mitarbeitende der Gastronomie ausgesetzt sind, deutlicher in den öffentlichen Fokus rückt. Darüber hinaus erhoffen wir uns, dass unsere Angestellten durch Reflexion und „Gehört-Werden“ im Projekt ihr eigenes, sicheres Auftreten verstärken können.

Gefahrenabwehr psychischer Art, emotionaler Stress, Unwägbarkeit von Situationen am Gast, „Risikogruppe Gast“ für Angestellte.

„Wie möchten Sie zahlen, bar oder Karte?“ – „am Liebsten gar nicht! HAHAHHA“
„39,50 € bitte.“ – „mach 40, aber dann ist der Abend auch gut bezahlt!“
„Mach den Longdrink mal stärker machen? Der knallt nicht!“ – „Klar, wenn Du dafür bezahlst, gerne.“

ZAK-Pflege

Branche

Pflege / ambulante Versorgung / soziale Dienstleistung

Teamgröße

10 bis 15 Mitarbeiter

Wir unterstützen Menschen in ihrem Alltag und in gesundheitlich belastenden Situationen mit fachlicher Pflege, verlässlicher Begleitung und klarer Kommunikation. Unsere Mitarbeitenden arbeiten nah an den Lebensrealitäten der Klient*innen – oft in emotional fordernden Momenten, in denen Vertrauen, Ruhe und Professionalität besonders wichtig sind.

Unsere Mitarbeitenden erleben regelmäßig intensive 1:1-Situationen, z. B. bei Schmerzen, Unsicherheit, Überforderung von Angehörigen, Scham oder Zeitdruck im häuslichen Umfeld. Auch in Not- und Grenzsituationen braucht es einen professionellen, deeskalierenden und zugleich zugewandten Umgang.

Interaktionsarbeit in der Pflege ist fachlich anspruchsvoll und emotional hoch verdichtet. Wir möchten besser verstehen, wie Belastungen im direkten Kontakt mit Klient*innen und Angehörigen entstehen, wie sie sich auf Mitarbeitende auswirken und welche konkreten Maßnahmen im Alltag entlasten. Von SafeSpace@Work erhoffen wir uns praxistaugliche Impulse für Gesundheit, Sicherheit und Teamstärkung.

  • Deeskalation in angespannten Gesprächssituationen
  • Umgang mit emotional belastenden Einsätzen
  • Kommunikation mit Angehörigen in Krisenmomenten
  • Stärkung von Sicherheit, Reflexion und Teamunterstützung

Wenn in einer angespannten Situation plötzlich ein ruhiges, dankbares „Gut, dass Sie da sind“ fällt, verändert das oft den ganzen Einsatz – für Klient*innen, Angehörige und Mitarbeitende gleichermaßen.

Transfer­partner*innen

Externe Projekt­evaluation

Institut für Technologie und Arbeit

Institut für Technologie und Arbeit e.V. (ITA)

Das ITA ist der vom Projektkonsortium beauftragte externe Evaluator des Projekts. Gemäß der Evaluationsrichtlinien des Projektträgers wird der Projekterfolg gemessen und das Transferpotenzial beurteilt. Dafür führt das ITA Erhebungen durch und begleitet das Projektteam mit Empfehlungen.

Kontakt

Institut für Technologie und Arbeit e.V.
Trippstadter Straße 113
67663 Kaiserslautern

Dr. Frank Eierdanz
Dipl. Geograph
Tel.: +49 631 20583-30
E-Mail: frank.eierdanz@ita-kl.de
www.ita-kl.de